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Fahrrad Fahren

Endlos viele Hunde in Hua Hin

Vor einigen Monaten bin ich beim Velo Fahren einem Fahrradfahrer begegnet, welcher mich angehalten hatte. Er warnte mich, dass da an der nächsten Kreuzung gefährliche Hunde wären und zeigte mir sein Bein. Es war Blut verschmiert. Die Hunde hätten ihn angegriffen. Ich war erstaunt. Selbst hatte ich auch schon bellende Hunde erlebt, aber angegriffen hatte mich bisher noch keiner.
Ich verabschiedete mich mit den Worten: „Kontrollieren Sie Ihre Tetanus Impfung“.
Zum Glück ist mir an der nächsten Kreuzung nichts passiert, die Hunde waren nicht mehr dort.

Hund gegen Fahrrad – Wer ist schneller?

Für mich dachte ich, es könne doch kein Problem sein. Ich fahre einfach schneller als die Hunde und hätte das Problem somit gelöst.

Bei einer späteren Fahrradtour kreuzte ich ebenfalls Hunde. Ich trat in die Pedale und fuhr schneller. Das Gebell der Hunde wurde lauter und ich fuhr noch schneller.

Hunde greifen an, Salto mortale

Und ich blickte zurück, um zu sehen, was die Hunde machen. Das war ein Fehler. Denn durch mein Umdrehen sah ich nicht, dass ich in ein mit Stacheldraht zusammengehaltenes Gebüsch raste. Salto mortale hatte ich mich überschlagen.
Die Hunde zogen ab. Nach einigen Minuten des Verschnaufens raffte ich mich auf und befreite mich aus dem Gebüsch.
Ziemlich beduselt betrachtete ich mein Fahrrad. Riffen durch den Stacheldraht platt. Mein Oberschenkel schmerzte. Aber ich schaute nicht weiter nach. Die Radlerhose war noch ganz und bevor ich eine Verschmutzung riskieren wollte, lies ich alles an seinem Platz.

Ich begann zu gehen, werde wohl zu Fuss heimkehren. In den Gebäuden, Landwirtschaftsbetriebe war kein Mensch zu sehen.

Thailändische PickUp Fahrerin

Später hat mich ein PickUp überholt. Ich versuchte der thailändischen Frau mit meinen Händen und Füssen zu erklären, dass ich gerne nachhause gefahren würde.
Sie erkannte mein Google Maps Bild und nickte. Ich hob mein Fahrrad auf die Ladefläche und los geht es.

Mein angebotenes Trinkgeld hatte die Thailänderin abgelehnt. Ich bedankte mich in thailändischer Manie.

Die Verletzung an meinem Oberschenkel war schlimmer als ich es mir vorgestellt hatte. Eine tiefe Fleischwunde.
Meine Gastgeberin war der Meinung, dass ich unbedingt ins Spital müsse.
Aber ich lehnte ab. Reinigen, desinfizieren und verbinden, das musste aus meiner Sicht reichen. Ist ja „nur“ ein Oberschenkel.

Ich recherchierte im Internet, was ich gegen Hunde unternehmen könnte. Obwohl meine Verletzung ja nicht von den Hunden stammte, sondern von meiner Unaufmerksamkeit.

Hunde sind Jäger


Dennoch habe ich erfahren, dass Hunde einen Jagdinstinkt haben und dieser bei flüchtenden Objekten grösser wurde.
Ich könnte absteigen und mein Fahrrad zwischen mich und die Hunde stellen. Das war mir dann aber doch zu gefährlich.
Meine Gastgeberin zeigte mir, wie man mit einem stampfenden Schritt auf die Hunde zu, diese verängstigen kann.

Die Lösung gegen Hunde: Trillerpfeife

Später habe ich erfahren, dass es HundePfeifen gibt.
Heute fahre ich mit einer Trillerpfeiffe Fahrrad. Und es hat schon oft geholfen, bellende, mich verfolgende Hunde zu vertreiben.